Der ROAS zeigt Umsatz pro Werbe-Euro. Ob davon etwas übrig bleibt, zeigt erst der POAS. Was er misst, wie Sie ihn berechnen und wie Sie Smart Bidding darauf umstellen.
Google sieht zweimal 500 % ROAS. Erst mit der Marge im Conversion-Wert erkennt Smart Bidding, dass Kampagne B Geld verliert.
Profit on Ad Spend: wie viel Rohertrag jeder Werbe-Euro einbringt.
POAS steht für Profit on Ad Spend. Die Kennzahl teilt den Rohertrag einer Kampagne durch ihre Werbekosten. Rohertrag heißt hier: Umsatz minus Einkaufspreis der verkauften Ware, bei Bedarf auch minus Retouren, Versand und Zahlungsgebühren.
Liegt der POAS über 1, verdient die Kampagne nach Abzug der Werbekosten Geld. Bei genau 1 deckt der Rohertrag nur die Werbekosten. Unter 1 kostet jede weitere Bestellung Geld.
Der ROAS (Return on Ad Spend) rechnet dagegen mit Umsatz: Umsatz ÷ Werbekosten. Er zeigt, wie viel verkauft wurde, aber nicht, wie viel davon nach Einkauf und Werbung übrig bleibt.
Zwei Kampagnen, gleicher ROAS, gegensätzliches Ergebnis.
Kampagne A bewirbt Topseller mit 55 % Marge, Kampagne B das Restsortiment mit 18 % Marge. Beide geben 10.000 € aus und erzielen 50.000 € Umsatz. Beide haben also 500 % ROAS.
Mit Umsatz als Conversion-Wert sieht Smart Bidding zwei gleich gute Kampagnen und verteilt Budget auch dorthin, wo jede Bestellung Geld kostet. Mit dem Rohertrag als Wert erkennt der Algorithmus den Unterschied und bietet entsprechend.
Drei Schritte. Der erste ist der aufwendigste, danach geht es schnell.
Google soll Rohertrag sehen, nicht Umsatz.
Die Gebotsstrategie bleibt, nur der Wert dahinter ändert sich.
Eine Zahl, der Marketing und Geschäftsführung trauen.
Warenkorbdaten und Einkaufspreise helfen beim Reporting. Für Gebote reichen sie nicht immer.
Mit Conversions mit Warenkorbdaten überträgt der Google-Tag, welche Produkte in einer Bestellung waren. Sind im Merchant-Center-Feed zusätzlich Einkaufspreise hinterlegt, zeigt Google Ads den Rohertrag pro Kampagne an.
Google hat außerdem eine Einstellung zur Gewinnoptimierung eingeführt, die diese Daten für Gebote nutzt. Sie war zunächst nur in ausgewählten Konten verfügbar. Wo sie fehlt oder wo Retouren, Versand und Zahlungsgebühren mit einfließen sollen, ist ein eigener Profit-Wert im Conversion-Tracking der verlässlichere Weg.
Lead-Generierung hat keine Warenkorbdaten. Dort entsteht der Wert im CRM: Über den Offline-Conversion-Import fließen Deal-Wert oder Deckungsbeitrag pro Abschluss zurück in Google Ads. Smart Bidding bietet dann auf Abschlüsse mit hohem Wert statt auf Formular-Eingänge.
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Jeder Wert über 1 deckt die Werbekosten. Welcher Zielwert sinnvoll ist, hängt von Fixkosten, Wachstumszielen und Wiederkaufrate ab. Wer Neukunden mit hohem Folgeumsatz gewinnt, kann bewusst nahe 1 einkaufen.
Rohertrag der beworbenen Bestellungen geteilt durch die Werbekosten. Beispiel: 27.500 € Rohertrag bei 10.000 € Werbekosten ergeben einen POAS von 2,75.
Nein. Der ROI setzt den Gewinn nach allen Kosten ins Verhältnis zur Investition. Der POAS vergleicht Rohertrag mit Werbekosten und lässt sich direkt als Gebotsziel in Google Ads verwenden.
Google sieht den Wert, den Sie als Conversion-Wert senden. Wird er serverseitig berechnet, stehen Einkaufspreise und Margen nicht im Quelltext Ihrer Website und sind für Wettbewerber nicht auslesbar.
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